| Titel: Veranstaltung des Osnabrücker Bündnis gegen Atomenergie |
| Vortrag „Uranmunition – die neue Bedrohung“ Am Mittwoch, dem 16. Juli um 20:00 Uhr veranstaltet das Osnabrücker Bündnis gegen Atomenergie im Hörsaal der Geographie, Seminarstraße 19 a b (Ecke Kolpingstraße), eine Informationsveranstaltung zum Thema „Uranmunition – die neue Bedrohung". Als Referent spricht Damacio A. Lopez aus New Mexico, USA. Er ist Gründer und Direktor des Internationalen Forschungsteams für Abgereichertes Uran (International Depleted Uranium Study Team - IDUST). Diese Nicht-Regierungsorganisation ist seit 15 Jahren im Bereich Forschung und Aufklärung über Uranmunition tätig. Der wichtigste Bestandteil von Uranmunition ist das so genannte abgereichterte Uran, welches als Abfallprodukt bei der Urananreicherung für Atomwaffen und Atomreaktoren anfällt. Es ist hochgiftig und radioaktiv. Uranmunition wird vor allem auf Grund ihrer panzerbrechenden Wirkung eingesetzt. Im Golfkrieg 1991 wurden mehr als 300 Tonnen uranhaltige Munition verschossen. Auch im Kosovo wurde Uranmunition eingesetzt, ebenso wahrscheinlich in Afghanistan und in jüngster Zeit wieder im Irak. Die von Uranmunition ausgehenden Gefahren für Zivilbevölkerung und Umwelt und die Streitkräfte sind noch nicht bis zuletzt erforscht. Irakische Ärzte berichten von stark erhöhten Krebsraten, besonders bei Kindern im Südirak, wo beobachtet wurde, dass Kinder mit den uranverseuchten Trümmern der Panzer und Geschosse gespielt haben. US-amerikanische Golfkriegsveteranen fordern eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem sogenannten Golfkriegs-Syndrom und dem Einsatz uranhaltiger Munitionen. Trotz dieser Risiken wird Uranmunition in steigendem Ausmaß verwendet. Eine gesellschaftliche Diskussion darüber fehlt bis heute. Weitere Infos zum Thema Uranmunition: http://www.ippnw.de/frieden/du http://www.idust.net Mit freundlichen Grüßen, Peter Gursky, Pressesprecher Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Peter Gursky, Tel.Nr.: 0541/8505817 |