| Titel: Simpsons-Filmnacht |
| Hallo Leute, es gibt Neues von der AZ-Gruppe (für ein Autonomes Zentrum). Wir machen eine Innenstadtaktion!! Also kommt doch mal vorbei, es gibt was zu sehen, am Samstag, den 9. August ab 11 Uhr in der Osnabrücker Innenstadt. Ihr dürft auch gerne mitmachen. Wir wollen öffentlich plakatieren, um darauf aufmerksam zu machen, daß wir immer noch keine feste Bleibe für das AZ haben. Mal sehen, was uns neben den Plakaten noch einfällt an Aktion. Also: wir sehen uns am 9. August in der Innenstadt. Im Folgenden noch der Text des Flugblattes, das an diesem Samstag verteilt werden wird: UMSONST ... haben wir bisher nach Platz für unser Zentrum gesucht! Den Platz für den vorläufigen Betrieb des Autonomen Zentrums (AZ) haben wir nach wie vor – am Fürstenauer Weg 70. Eine endgültige Bleibe für das Projekt fehlt aber noch. Wir bitten um Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Standort. Zur Geschichte: Nach vielen Aktionen und gescheiterten Verhandlungen in den letzen Jahren und Jahrzehnten, bei denen es um die Forderung nach einem selbstverwalteten Zentrum ging, wurde der Initiative für ein Autonomes Zentrum (AZ-Gruppe) im letzen Sommer von Seiten der Stadtverwaltung ein Gelände am Stadtrand zugewiesen, um den vorläufigen Betrieb des Zentrums aufnehmen zu können. Und noch im Jahr 2002 sollte über die Einrichtung des AZ in Osnabrück im Jugendhilfeausschuß abgestimmt werden. Eine Wiese am Stadtrand (immerhin mit Strom und Wasser) war zwar meilenweit von dem entfernt, was wir uns unter einem Autonomen Zentrum vorstellten, aber mit Hilfe von Bauwagen und einem Zirkuszelt, das für Veranstaltungen gekauft wurde, konnte der Betrieb des Zentrums losgehen. Auf dem Platz waren und sind bis heute Zweierlei möglich: Betrieb des selbstverwalteten sozialen, kulturellen und politischen Zentrums zusammen mit der alternativen Lebensform des Wohnens im Bauwagen. Im November 2002 stimmte dann auch endlich der Jugendhilfeausschuß über die Einrichtung eines Autonomen Zentrums ab, das Ergebnis hieß natürlich Ablehnung. Vorgeschobener Grund waren die leeren Kassen, tatsächlich spielten politische Erwägungen eher eine Rolle. Eine CDU-Mehrheit wird eine autonome Bewegung in „ihrer“ Stadt nie dulden wollen. Wahrscheinlich hofften die StadtratspolitikerInnen, daß sich die Bewegung in Luft auflöst, wenn sie dem Zentrum nicht zustimmen. Es passierte allerdings das Gegenteil. Der Wagenplatz am Fürstenauer Weg blieb bestehen, die Infrastruktur wurde allerdings zu Beginn des Jahres 2003 abgebaut. Wieder glaubten einige, wir würden verschwinden, wenn wir bei Schnee und Eis auf einer Wiese ausharren müssten. Die AZ-Gruppe nutzte die weitere Duldung, ab Februar diesen Jahres mit einem erweiterten Programm den Betrieb des Autonomen Zentrums noch zu steigern. Für das Zelt wurde ein Ofen gebaut, Strom gab es ab jetzt durch ein Aggregat und ein Kompostklo wurde aufgestellt. Das Spektrum der ca. 100 Veranstaltungen, die im letzten Jahr auf dem AZ-Wagenplatz stattfanden, umfasste Kultur aller Art, Sport und politische Bildung. Darüber hinaus wurde der AZ-Wagenplatz zum Treffpunkt für Jugendliche und ältere Leute. Hier ist ein echter Freiraum für Politik und Kultur entstanden. Sämtliche Unkosten werden dabei durch eigene Mittel und ehrenamtliche Arbeit gedeckt. So ganz nebenbei ist am Fürstenauer Weg auch eine alternative Form des Wohnens entstanden. Einige Leute der AZ-Gruppe leben in den Bauwagen, wodurch eine ständige Präsenz vorhanden ist. AZ-Betrieb und Wohnen bereichern sich dabei gegenseitig. Und jetzt? Die AZ-Gruppe hat jetzt über ein Jahr gezeigt, daß das Projekt machbar ist und daß die Resonanz darauf immer größer wird. Also sollte dem Fortbestehen des Autonomen Zentrums doch nichts mehr im Wege stehen. Nur ist der Platz am Fürstenauer Weg immer noch nur die „Übergangslösung“, er soll auf Dauer einer anderen Nutzung zur Verfügung stehen. Welcher ist zwar völlig unklar (diskutiert wird z.B. Parkplatz für die BuGa ab 2014), auf jeden Fall müssen wir aber da weg. Tatsächlich ist auch für uns der Fürstenauer Weg noch nicht das AZ, wie wir uns das vorgestellt haben. Das Zelt muß durch ein Gebäude ersetzt werden und auf Dauer müssen auch Strom und Wasser her. Deshalb suchen wir jetzt dringend ein Gelände, am besten mit einem größeren Gebäude drauf. Die Lage (Zentrum oder Stadtrand) spielt fast keine Rolle, allerdings ist eine Stadtbusanbindung erforderlich. Wir sind jederzeit für alle Tipps dankbar, denn eines ist uns klar: AUTONOMES ZENTRUM JETZT UND FÜR IMMER AZ-Gruppe |